Fachhochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
 
 
 

22. November 2013

<< zurück zur Übersicht

Düsseldorf-Theresienstadt – Eine Überlebende erzählt

Über 120 Studierende und Gäste besuchten am Abend des 21. Novembers auf dem Campus Süd die Veranstaltung „Düsseldorf-Theresienstadt“, organisiert vom Erinnerungs- und Lernort „Alter Schlachthof“. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vertreter des AStA, Alexander Stockhaus, stellte der Präsidiumsbeauftragte des Erinnerungsortes, Dr. Joachim Schröder, in groben Zügen das Projekt des Erinnerungs- und Lernorts „Alter Schlachthof“ vor. Im Anschluss an die kurze Präsentation wurde der Film „Düsseldorf-Theresienstadt“ von Renate Günther-Greene gezeigt, der in eindrucksvollen Bildern den Abriss des Güterbahnhofs Düsseldorf-Derendorf dokumentiert. Der ehemalige Güterbahnhof ist wie die alte Großviehhalle auf dem Schlachthof ein bedeutender historischer Ort: Von hier aus wurde die jüdische Bevölkerung der Region in die Ghettos und Konzentrationslager deportiert, nachdem sie sich zuvor in der Großviehhalle des ehemaligen Schlachthofs hatte einfinden müssen. Heute erinnert nur noch ein Mahnmal an die Verschleppung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung. Der Erinnerungs- und Lernort wird eine Verbindung zwischen beiden Orten herstellen. Höhepunkt des Abends war der bewegende Bericht der Holocaust-Überlebenden Edith Bader-Devries aus Weeze. Sie war als junges Mädchen im Alter von 7 Jahren mit ihren Eltern in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert worden – nur ihre engere Familie überlebte. Ihre Erinnerungen hielt sie in einem Buch fest: „Nicht mit zu hassen, mit zu lieben bin ich da“.

Ein kurzer Fernsehbericht von Center TV über Edith Bader und die Veranstaltung findet sich in:

http://www.rp-online.de/video/region-dusseldorf/center-tv/von-duesseldorf-nach-theresienstadt-erinnerungen-einer-ueberlebenden-vid-1.3843840 [www] >>


Edith Bader-Devries. Foto: privat

FH Düsseldorf
18.12.2014 - 09:54

Suche >>
Impressum >>

Anmelden >>