Fachhochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
 
 
 

23. Januar 2013

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Ein Wellness-Tempel für Gerresheim – Studierende der PBSA entwickeln Visionen für die Gerresheimer Glashütte

Auf dem Gelände der 2005 geschlossenen und vier Jahre später weitgehend abgerissenen ehemaligen Gerresheimer Glashütte soll in der Zukunft das sogenannte „Glasmacherviertel“ entstehen – ein urbaner Mix aus Wohnhäusern und Gewerbeeinheiten, eingebettet in großzügige Grünflächen. Erhalten blieben die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude des früheren Kesselhauses, der Elektrozentrale und der Wasserturm. Innerhalb des Lehrgebietes Bauen im Bestand hat sich im vergangenen Wintersemester eine Gruppe Studierender der Peter Behrens School of Architecture, dem Fachbereich Architektur der FH D, unter der Leitung von Prof. Robert Niess Gedanken über die Umgestaltung und Erweiterung der historischen Gebäude gemacht. Wo früher schweißtreibend Glas geblasen wurde, könnte in der Zukunft ein ansprechender Erholungsort entstehen: Für das leer stehende Werksareal mit seinen herausragenden Entwicklungsmöglichkeiten konzipierten die Studierenden eine neue Nutzung als Freizeit- und Wellness-Center.

Die vielversprechenden Ergebnisse wurden am 22. Januar 2013 in der Schalterhalle der Kreissparkasse Düsseldorf an der Kasernenstraße öffentlich präsentiert. Anlässlich dieser Vernissage wurden zudem die drei besten Arbeiten durch den Vorsitzenden des Vereins der Freunde und Förderer der Peter Behrens School of Architecture, Dipl.-Ing. Rolf Töpfer, mit einem Preisgeld von jeweils 500 Euro ausgezeichnet. „Bereits seit Jahren wählt der Verein besondere Abschlussarbeiten der Architektur-Studierenden aus“, würdigte Töpfer die herausragenden Leistungen der Preisträger, „und in diesem Jahr vergeben wir erstmals einen Preis für das Thema Bauen im Bestand. Hierzu haben die Studierenden in hervorragender Weise Planungen für einen Neunutzung erarbeitet“.

Eva Köhler beispielsweise hatte die Idee, einen Wohlfühlbereich mit Sauna auf das Dach des Komplexes zu setzen, so dass die Besucherinnen und Besucher sich durch den Blick auf den umliegenden Park noch besser entspannen können. „Das reizvolle an der Aufgabe war, beiden Gebäuden ihre unterschiedlichen Architekturstile zu belassen. Denn das Kesselhaus hat einen eher abstrakten Stil, während die Elektrozentrale aus den 1920er Jahren stammt“, erläutert die Studentin. Eine Ergänzung der historischen Bauten um eine moderne Glasfassade sieht der Entwurf von Naoufal Kannoufi vor, während Virginia Clasen die Innenarchitektur um kubische Gestaltungselemente erweiterte.


Naoufal Kannoufi, Virginia Clasen und Eva Köhler (v. li.) erhielten für ihre spannenden Entwürfe zur Neunutzung der alten Industriebauten Preisgelder von je 500 Euro. Foto: privat

FH Düsseldorf
18.12.2014 - 09:54

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