Fachhochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
 
 
 

17. Juni 2013

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Mit James Bond im virtuellen Studio - Faszination Technik: Erleben und mitmachen beim zehnten Tag der Technik 2013

Höllisch echt wirkt die Filmszene, in der James Bond sich eben noch in einer Höhle befindet, um im nächsten Augenblick so nonchalant und charmant in den Fahrstuhl zu steigen. Die Zuschauer sind begeistert und noch mehr, als Dipl.-Ing. Gisela Theveßen und Christopher Antes vom Fachbereich Medien verraten: „Es haben hier zwar professionelle Schauspieler mitgewirkt, aber der Rest, die Spezial-Effekte, sind im virtuellen Studio erarbeitet und realisiert werden.“ Bei den jungen Technikbegeisterten sorgte das für den Wow-Effekt. Denn das Studienprojekt ist über ein Semester lang von Studierenden entwickelt worden.
Mehr als 800 Schülerinnen und Schüler besuchten am 14. und 15. Juni den „Tag der Technik“ in der Düsseldorfer Handwerkskammer, die sich damit erneut in ein riesiges Forschungslabor verwandelte.
Initiiert als Gemeinschaftsaktion unterschiedlicher Vereine, Verbände und Institutionen, ist die Fachhochschule Düsseldorf seit einigen Jahren Mitorganisator der Düsseldorfer Veranstaltungen. ProfessorInnen, wissenschaftliche MitarbeiterInnen und Studierende der Fachbereiche Elektrotechnik sowie Maschinenbau und Verfahrenstechnik und Medien begeisterten die jungen Menschen mit Exponaten und Experimenten auf spannende und unterhaltsame Weise für ein technisches Studium.

Wie spektakulär allein Schweißtechniken sein können, erlebten die Besucherinnen und Besucher etwa am Stand von Dipl.-Ing. Karl-Rainer Meis und Prof. Dr. Bernhard Leuschen vom Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik: Meis stellte innerhalb des Lehrgebietes spanlose Fertigung anschaulich die Technik des Clinchens vor, eine Schweißtechnik, mit der beispielsweise verzinktes Blech mit Aluminium verbunden wird. Als Ergebnis bekam jeder interessierte Teilnehmer eine kleine Erinnerung – ein Metallsmiley auf einem Metallstück geschweißt. Jung und alt ließen sich fasziniert die Maschinen und technischen Möglichkeiten erklären, die ihre Anwendung besonders in der Automobilindustrie finden. Reges Interesse weckte darüber hinaus auch die FH-Kooperation mit dem DVS (Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren) und der Möglichkeit, die Zusatzqualifikation zum Schweißfachingenieur zu erwerben.

Sichtlich angetan von den im wahrsten Sinne leuchtenden Ständen des Fachbereichs Elektrotechnik war nicht nur der Nachwuchs. „So etwas habe ich ja noch nie gesehen. Das ist ja total klasse, Wahnsinn“, entfuhr es Kerstin Lausch, die zusammen mit ihrem Mann eigentlich ihrem 14-jährigen Sohn mit dem Besuch etwas Gutes in Hinblick auf seine Zukunft tun wollte. Doch sie selbst kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Was es zu sehen gab? Eine brillante Kombination von Licht und Bewegung – ein LED-Globus, eine Welt aus Licht. Dabei hat Prof. Dr.-Ing. Carsten Fülber mit seinen Studierenden am Fachbereich Elektrotechnik 96 frei programmierbare Leuchtstoffdioden zusammengesetzt, die sich in einer Geschwindigkeit von 1,5-Tausend Umdrehungen pro Minute bewegen und über 16 Millionen Farbnuancen erreichen. Durch die Geschwindigkeit und das Farbspiel setzt das menschliche Auge das Objekt zu einem statischen Bild zusammen – in diesem Fall einen Globus. „Diese technische Möglichkeit wird vor allem in der Lichtkunst oder Werbung eingesetzt, zum Beispiel als Kundenstopper“, informierten Fülber und sein studentisches Team ihre begeisterten Fans.


Dipl.-Ing. Karl-Rainer Meis (li.) informierte die interessierten Schülerinnen und Schüler sowie FH-Sprecherin Simone Fischer über die Technik des Clinchens in der spanlosen Fertigung.



Eine brillante Kombination von Licht und Bewegung – ein LED-Globus, eine Welt aus Licht haben Prof. Dr. Carsten Fülber und seine Studierenden zusammengesetzt. Fotos (2): Jörg Reich

FH Düsseldorf
18.12.2014 - 09:54

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