Fachhochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
 
 
 

10. Februar 2014

<< zurück zur Übersicht

Werkschau 2014 – Ausstellung der Abschlussarbeiten am Fachbereich Design

Ein Höhepunkt im jährlichen Kulturkalender der Landeshauptstadt: Zum Ende des Wintersemesters 2013/2014 öffnete der Fachbereich Design traditionell für drei Tage seine Pforten und erlaubte Blicke hinter die Kulissen der aktuellen Gestalter-Szene. Vom 6. bis 8. Februar 2014 präsentierten die frischgebackenen Absolventinnen und Absolventen ihre vielversprechenden Abschlussarbeiten. Fünf der insgesamt 56 Nachwuchs-Designerinnen und -Designer haben sich dabei auf das Schmuck- und Produktdesign spezialisiert. Im Bereich Kommunikations¬design entstanden 47 Abschlussarbeiten, weitere vier im Master-Studiengang „Exhibition Design“. Die Präsentationen boten einen umfassenden Überblick über sämtliche künstlerischen Darstellungsformen in einer breiten Themenpalette: Das Angebot reichte von ausgefallenen Schmuckstücken über die Konzeption von Lifestyle-Magazinen, Büchern, Kurzfilmen, Ausstellungs- und Messeständen bis hin zu Image- und Kommunikationskampagnen für Afrika oder ökologische Druckprozesse und einer Publikation über die Düsseldorfer Agenturlandschaft.

Africa feeds you
Das war das – auf den ersten Blick – eher ungewöhnliche Motto der gemeinsam von Monique Dumrese und Lia Hörner erarbeiteten Imagekampagne, die einen etwas anderen Blick auf den afrikanischen Kontinent wirft: „Wir wollten uns von den üblichen Blickwinkeln abgrenzen und nicht noch eine weitere Kampagne entwerfen, die sich auf die Probleme des Kontinents beschränkt“, erläutert Hörner. Stattdessen sei die Intention eine Präsentation des jungen, modernen Afrika gewesen, ergänzt Dumrese: „Hierzu sind wir einen Monat durch Uganda gereist und haben Werbe-Spots und Plakate gestaltet, auf denen sich junge Kreative des Landes vorstellen“. Hierzu gehört zudem eine Website-Plattform, die – durchaus auch aus sozialer Hinsicht – eine Unterstützung für die Entwicklung einer kommerziellen Kreativkultur bieten könnte.

Script. Der Entwurf eines Filmplakates
Auch die Absolventin Alexandra Grövert hat sich Gedanken über die Kreativwirtschaft gemacht. Allerdings hat sie sich mit einem speziellen Aspekt der kreativen Mechanismen in der Filmplakat-Gestaltung auseinandergesetzt. Den theoretischen Überbau bildete dabei die von ihr entwickelte „Entwurfsmaschine“, die aufzeigt, dass es generell gültige Methoden für den Entwurf gibt. Dieses methodische Vorgehen hat sie in ihrer Arbeit an einem „plakativen“ Beispiel erläutert, dem Filmplakat. „Bei Besuchen im Kino habe ich an der Warteschlange an der Kasse oft die Plakatgestaltungen analysiert und festgestellt, dass diese meist beliebig, schablonenartig aufgebaut sind“. Diese gängigen Darstellungstechniken hat sie durchbrochen, indem sie einzelne, vermeintlich unabdingbare Komponenten, wie etwa Farben, Bilder oder Grafiken wegließ und sich auf die Typografie konzentrierte, die bei vielen Plakaten oftmals bereits für sich allein sehr vielfältig ist. Entstanden sind so elegante und puristische Variationen altbekannter Werbemedien.

Körpergeschichte
Die Abschlussarbeit von Sina Wassermann im Bereich Schmuckdesign setzt sich mit den flüchtigen Momenten, Situationen und Formen des Körpers auseinander, die über Bewegung und Transformation über unterschiedliche Zeiträume entstehen. Im Mittelpunkt stehen dabei Prozesse, Faltungen und Veränderungen von meist eher „unsichtbaren“ Körperstellen, die sie mittels einer Materialisierung einfangen und festzuhalten versuchte. Diese Transformationsmomente hat sie dann aus ihrem eigentlichen Kontext gelöst und in den Raum überführt. Hierdurch sind ungewöhnliche, irritierende, teils fast skulpturale Situationen entstanden, die eine andersartige Kommunikation zwischen Körpern, ihrem Verhalten zueinander und deren Wahrnehmung ermöglichen.


Monique Dumrese (re.) und Lia Hörner (2. v. re.) haben eine Imagekampagne für die junge afrikanische Kreativenszene erarbeitet.



Mit ihrer „Entwurfsmaschine“ hat Alexandra Grövert bekannten Filmplakaten eine neue Ästhetik gegeben.



Sina Wassermann setzte sich in ihrer Abschlussarbeit mit den flüchtigen Momenten, Situationen und Formen des Körpers auseinander. Fotos (3): Nico Drießen

FH Düsseldorf
23.12.2014 - 11:09

Suche >>
Impressum >>

Anmelden >>